Am Samstag haben wir uns in Kopenhagen Fahrräder ausgeliehen, um die Stadt auf die wohl typischste Art zu erkunden. Leider entpuppten sich die Räder als echte Drahtesel und waren ihr Geld definitiv nicht wert. Aber gut, Angebot und Nachfrage...
Unser erster Stopp war die berühmte Kleine Meerjungfrau, bevor wir uns die Wachablösung am Schloss anschauten. Anschließend zog es uns in die Markthalle, wo wir frische Pasta genossen. Eigentlich hätte ich auch gerne das bekannte Smørrebrød probiert. Als ich allerdings die Warteschlange sah, die sich einmal komplett um den Stand schlängelte, habe ich das auf ein anderes Mal verschoben. Letztendlich ist es eben doch „nur“ eine belegte Scheibe Brot, wenn auch eine ziemlich berühmte.
Weiter ging es an einem Flohmarkt vorbei und über die sehr guten Radwege durch Kopenhagen.
Am Abend bin ich nochmal durch den autonomen Bezirk Christiania gegangen. Die Gras Verkäufer gibt es hier nicht mehr, aber dafür umso mehr Kunst und andere Bars und Läden. Hier bin ich spontan auch noch auf einen Rave gelandet.
Am nächsten Morgen hieß es dann wieder: Leinen los! Unser Ziel war Helsingør.
Der Wind blies kräftig, sodass wir das Segel stark reffen mussten. Besonders die letzten Seemeilen hatten es in sich: hohe Wellen, starker Wind und eine ordentliche Portion Seegang. Im Hafen angekommen, war es bereits ziemlich voll, doch mit etwas Glück fanden wir noch einen freien Liegeplatz. Entsprechend erleichtert waren wir, als das Boot schließlich im sicheren Hafen festgemacht war.
Da der Wind in den kommenden Tagen nicht nachlassen soll, bleiben wir erst einmal in Helsingør. Manchmal gibt der Wetterbericht den Takt vor und so nutzen wir die Zeit, bevor es weiter zur dänischen Insel Anholt geht.
Meerjungfrau Kopenhagen
20 Kronen für drei Würfe auf das Porzellan. Nach den drei Würfen schrie der Standbesitzer: "raus aus meiner Küche!"
Helsingør feierte in diesem Jahr sein 600-jähriges Stadtjubiläum. Die Stadt verfügt über eine der besterhaltenen Altstädte Europas und liegt an der schmalsten Stelle des Öresunds. Sie war früher ebenfalls für ihre Schiffswerft bekannt, welche Einflüsse heute noch sichtbar sind.
Food Market Helsingør
Seit 1895 diente das Leuchtschiff dazu, Schiffe vor gefährlichen Untiefen in dänischen Gewässern zu warnen, zunächst bei Lappegrunden, später am Gedser Riff. Während des Kalten Krieges wurde das Schiff außerdem zur Überwachung von Schiffen aus dem Ostblock eingesetzt. Gleichzeitig wurde es zu einer wichtigen Anlaufstelle und Rettungshilfe für Flüchtlinge aus der DDR
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