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Die Reise setzte sich fort, diesmal mit dem Auto. Um unser Fahrzeug abzuholen, fuhren wir mit dem Taxi zum Vermieter, da die Station etwas abgelegen war. Mit unserem neuen E-Auto ging es dann zur Wanderung an die Tømmerenna, einer ehemaligen Flößerrinne in Vennesla.
Der Wanderweg ging 11 Kilometer und führt direkt durch die Rinne, vorbei an Wasserfällen und durch kleine Tunnel. Früher wurden hier Baumstämme wie auf einer Wasserrutsche transportiert. Am Ende der Flößerrinne befindet sich ein großer Staudamm, durch den das Wasser einst mit Druck geleitet wurde. Die Landschaft ist einfach beeindruckend und ich kann diesen spannenden Wanderweg nur wärmstens empfehlen.
Nach der Wanderung fuhren wir zu unserer abgelegenen Hütte am See. Dort gab es weder fließendes Wasser noch Strom, lediglich eine kleine Solarzelle sorgte für ein wenig Licht. Das WC war ein Plumsklo, und man fühlte sich wie 100 Jahre in der Vergangenheit. Diese Einfachheit hatte ihren eigenen Charme. Mit dem Ruderboot von der Hütte aus erkundeten wir den See. Mein Vater hatte vor, einen Fisch zu fangen, doch das Boot hatte ein Leck, durch das Wasser eindrang, und die Fische hatten kein Interesse an seinem Köder. So gab es am Abend nur Brot für ihn. Wir zündeten ein Feuer an und genossen die Musik am Lagerfeuer. Als es kühler wurde, zogen wir uns in die Hütte zurück, heizten den Raum mit dem Holzofen auf und ließen den Abend bei einer Partie Stadt, Land, Fluss im Kerzenschein ausklingen.
Am nächsten Morgen regnete es leider, sodass wir drinnen frühstücken mussten. Das Bett war sehr klein, hart und durchgelegen, was zu einer unruhigen Nacht führte. Unsere Reise ging weiter nach Stavanger, wo wir wieder in einer besonderen Unterkunft übernachteten, einem Hotel das früher ein Krankenhaus war.
Stavanger ist die reichste Stadt Norwegens und verdankt ihren Wohlstand dem Abbau von Gas und Erdöl. Die Stadt ist bekannt für ihre vielen bunten alten Häuser, kleinen Geschäfte und beeindruckenden Graffitis. Wir besuchten auch das Erdölmuseum, wo wir viel über die Geschichte Norwegens und den Erdölabbau lernten, sowie über die positiven und negativen Aspekte dieser Industrie. Nach dem Museumsbesuch gönnten wir uns an einem Thai-Foodtruck vor dem Museum ein Curry und ein hervorragendes Pad Thai, das wir mit Blick auf das Wasser genossen.
Beim Bummel durch die Stadt entdeckten wir einen alten Pub, aus dem Live-Musik erklang. Dort gönnten wir uns ein Guinness. Der Pub war brechend voll, und die Gäste sangen begeistert zu den Shanty-Liedern der Band.
Am nächsten Tag ging es hinauf zu einem Fernsehturm, von dem aus man einen fantastischen Blick über Stavanger hatte. In der Ferne hörten wir Schafe rufen, dem ich natürlich folgte. Die Schafe waren sehr zutraulich und ließen sich ausgiebig streicheln. Traurig schauten sie uns an, als wir uns wieder verabschiedeten.
Anschließend besuchten wir das Denkmal Sverd i fjell (Schwerter im Felsen). Es erinnert an die Schlacht im Hafrsfjord um das Jahr 872, nach deren Sieg Harald Schönhaar zum ersten König Norwegens gekrönt wurde.
Nach einem weiteren Stadtbummel setzten wir unsere Reise fort und fuhren zur Stadt Tau Strand, wo unser neues Apartment auf uns wartete. Dazu durchquerten wir den Ryfylke-Tunnel, den längsten und tiefsten Unterwasserstraßentunnel der Welt (14,4 km lang und 292 Meter unter dem Meeresspiegel). Von Tau aus haben wir einen idealen Ausgangspunkt für die Wanderung zum Preikestolen, der wohl berühmtesten Wanderung Norwegens.
Wanderung Tømmerrenna (Flößerrinne)
Links auf der Holzplattform gehen Schienen für eine Eisenbahn lang
Hütte am See ohne fließend Wasser und Strom
Unterwegs mit dem Boot mit Leck
Mit Kerzenschein in der Hütte
Auf dem Weg nach Stavanger durch kleine Straßen
Stavanger
👩🏼🦲🤷🏼♂️
Geschäft mit traditioneller Trachtenkleidung
Das Pub in Stavanger mit der Live Musik - sehr urig
Nachtwächter in Stavanger
Bronzestatue in Stavanger, zeigt die Figuren Johanna og Broremann (Johanna und Broremann) aus den berühmten Geschichten des lokalen Autors Ajax
Erdölmuseum Stavanger
Notrutsche zum ausprobieren
Ausblick vom Fernsehturm auf Stavanger
Sverd i fjell
9,2 Meter hoch. Das mittlere Schwert symbolisiert den siegreichen König Harald Schönhaar, die beiden anderen Schwerter die besiegten Häuptlinge
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