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Bevor wir auf der anderen Seite von Stavanger in Tau ankamen, besuchten wir noch alte Felsritzungen aus der Bronzezeit. Sie wurden vor rund 3.000 Jahren in den Fels eingraviert. Insgesamt sind dort mindestens 30 Schiffe sowie weitere Motive zu erkennen. Die ältesten Ritzungen stammen aus der frühen Bronzezeit, die jüngsten aus deren Endphase. Das zeigt, dass dieser Ort während der gesamten Bronzezeit genutzt wurde. Schiffe waren das häufigste Motiv der Felsritzungen aus dieser Epoche.
Die Himbeeren haben wir auf dem Rückweg von den Felsritzungen zum Auto gefunden und schmeckten hervorragenden.
Eine kurze Wanderung zum Wasserfall Månafossen stand noch auf unserer Liste. Der Weg war zwar nicht sehr lang, jedoch ziemlich steil und führte über glitschige Felsen, gesichert durch Halteketten. Nach etwa 30 Minuten erreichten wir den Wasserfall, der zu den beeindruckendsten gehört, die ich je gesehen habe.
In Tau angekommen, bezogen wir unser Apartment. Es war zwar recht einfach eingerichtet und in der Küche fehlte einiges an Ausstattung. War wohl mal ein ehemaliges Studentenwohnheim. Da es jedoch einen gut ausgestatteten Gemeinschaftsbereich gab, konnten wir die Küchenutensilien davon nutzen und trotzdem vernünftig kochen.
Am Abend gingen wir früh ins Bett, denn am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 4:30 Uhr. Der Preikestolen rief! Aus zahlreichen Erfahrungsberichten hatten wir gelesen, dass man Norwegens wohl berühmteste Wanderung möglichst früh starten sollte. Spätestens ab 8 Uhr treffen die ersten Reisebusse am Parkplatz ein und dann geht es oft im Gänsemarsch den Berg hinauf. Das wollten wir unbedingt vermeiden. Deshalb bereiteten wir bereits am Vorabend alles vor, sodass wir um 5:30 Uhr unsere Wanderung beginnen konnten.
Am Parkplatz angekommen, gehörten wir zu den ersten Besuchern und konnten die Tour in aller Ruhe und nahezu alleine starten.
Der Weg begann recht steil, vermutlich um Amateure abzuschrecken 😉. Mein Vater hat mich ein Stück begleitet, doch bei der langen Steintreppe verabschiedete er sich, und ich setzte meinen Weg alleine fort.
Die Nebelschwaden schwebten über die Wege und schufen eine ganz besondere Atmosphäre. Das frühe Aufstehen hat sich ausgezahlt, kaum jemand war unterwegs und ich hatte den Wanderweg ganz für mich allein.
Weiter oben angekommen, ging es etwas flacher weiter und der Weg führte über Holzstege und flache Felsen.
Auch die Tiere fühlen sich wohl
Langsam kommt auch die Sonne raus
Oben angekommen gab es mehrere kleine Flüsse und Teiche
Zwischendurch ging der Weg auch durch Flüsse
Kurz vor dem Gipfel wurden die Wolken leider immer dichter. Die Sicht war wegen des Nebels kaum noch vorhanden.
Der Preikestolen
Ziel erreicht, leider nur im Nebel
Oben auf dem Preikestolen, jetzt ist es erstmal Zeit fürs Frühstück
Auf dem Weg nach unten wurde die Sicht wieder besser. Da man von einem Hügel abseits des Wanderwegs einen besseren Blick auf den Fjord hatte, bin ich dort noch hingegangen. So habe ich am Ende doch noch meinen Blick auf den Fjord bekommen.
Es war bereits 8 Uhr, als ich auf dem Rückweg kurz nach dem Preikestolen die erste Menschentraube sah. Je weiter ich ging, desto mehr Menschen kamen mir entgegen, und die Warnung vor den Menschenmassen, die in Gänsemarsch den Berg hinaufzogen, bewahrheitete sich.
Trotz des Nebels kann ich die Wanderung nur wärmstens empfehlen. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und macht viel Spaß. Ich empfehle jedem, so früh wie möglich zu starten, um den Menschenmassen zu entkommen und diese wunderschöne Wanderstrecke in vollen Zügen genießen zu können.
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