Insel Stokken

Veröffentlicht am 17. August 2026 um 00:05

Ankunft auf der Insel Stokken 

Wir machten auf der Nordseite der Insel Stokken fest. Dort gibt es einen Steg, an dem wir uns mit dem Heckanker davor legten. Es gibt hier sogar eine Grillhütte sowie ordentliche Toiletten mit Waschbecken und fließendem Wasser.

Die Insel ist zwar nicht besonders groß, aber bevor der Regen einsetzte, machten wir noch eine kleine Wanderung. Auf der Westseite entdeckten wir eine weitere, deutlich größere Bucht, an der ebenfalls ein langer Steg liegt. Wir erkundeten die Umgebung und kletterten ein Stück über die Felsen, bevor wir uns schließlich wieder auf den Rückweg machten.

Festgemacht an der Nordseite der Insel Stokken 

Papa schwer begeistert, weil er wieder wandern "darf"

Am nächsten Morgen wurde ich vom Motor geweckt. Der Heckanker hatte aufgrund des gedrehten und stark aufgefrischten Windes nicht mehr richtig gehalten, sodass das Schiff gegen den Steg gedrückt wurde. Mein Vater bemerkte dies und legte sofort den Rückwärtsgang ein. Nachdem wir unser Schiff wieder sicher festgemacht hatten, halfen wir noch beim Nachbarschiff, da dort das gleiche Problem aufgetreten war und die ältere Frau allein an Bord war.

Da uns der Hafen nun zu unsicher erschien, beschlossen wir, in einer Bucht an der Westseite der Insel an einem Steg festzumachen. Dort waren wir deutlich besser vor dem Wind geschützt und blieben noch eine weitere Nacht. Mit dem Kajak umrundete ich anschließend noch etwa die Hälfte der Insel. Da die andere Seite zum offenen Meer hin lag und dort hohe Wellen herrschten, entschied ich mich, auf demselben Weg zurückzufahren. Es ging vorbei an kleinen Häusern und durch kleine Flüsse. 

Die Einfahrt zur Bucht auf der Westseite war äußerst schmal. Dank des Tiefenmessers, dem Hafenhandbuchs und dem Plotter (Navigationssystem auf einem Schiff) sowie ein bisschen Mut stellte dies jedoch kein Problem dar.

Man achte auf das Miniaturhaus, welches exakt dem Haus dahinter entspricht.

Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Nach 24 Seemeilen und rund fünf Stunden Fahrt kamen wir in der Stadt Grimstad an. Da wir wieder einmal unsere Batterien laden mussten, fuhren wir in den Hafen. Auch hier merkt man, dass die Saison langsam zu Ende geht, denn wir hatten freie Platzwahl.

Grimstad ist eine nette kleine Stadt mit einer kleinen Einkaufsstraße. Rund um die Stadt gibt es außerdem viele schöne Wanderwege. Etwa 30 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt liegt die Parkanlage und Wandergebiet Dømmesmoen im Nationalpark Raet. Dort befinden sich eine Gartenbaumschule sowie zahlreiche verschiedene Pflanzen und Blumen.

Das Gelände wurde bereits früh besiedelt. Heute findet man dort unter anderem antike Monumente und 43 Gräber aus der Zeit von 600 bis 200 v. Chr.

Innenstadt von Grimstad 

Kirche von Grimstad

Erbaut 1881 und verfügt über 1150 Sitzplätze 

Parkanlage Dømmesmoen

Haus im Hügel gebaut 

500 Jahre alte Eiche, innen komplett hohl

An den Hügeln und Steinen zwischen den Bäumen erkennt man die alten Gräber 

Während meiner Wanderung legte das Schiff neben uns an. Mein Vater kam ins Gespräch mit dem Eigner (der wie viele Norweger, auch ein wenig Deutsch sprach). Es wurden Biere ausgetauscht, und der Norweger überreichte uns eine Postkarte mit der Geschichte seines Schiffes.

Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise zur Insel Tromlingene fort. Diese Insel liegt direkt an der Küste und zeichnet sich durch ihre steinige Landschaft aus, was sie von den umliegenden Inseln abhebt. In der geschützten Bucht hinter der Insel ließen wir den Anker fallen. Da der Wind voraussichtlich drehen würde und uns an das Ufer drücken könnte, entschieden wir uns, 30 Minuten weiter in eine kleine Bucht bei der Insel Dalsholmen nahe Arendal zu fahren. Dort ankerten wir erneut, und ich nutzte die Gelegenheit, die malerische Umgebung mit dem SUP-Board zu erkunden. Die Schönheit dieses Ortes überzeugte uns, zwei Nächte zu bleiben.

Festgemacht in der Bucht Dalskilen bei Arendal 

Unterwegs mit dem zum Kajak umgebauten SUP-Board

Bucht Dalskilen bei Nacht 

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