Weg nach Risør
Auf dem Weg von der Bucht Dalskilen nach Risør, unserem damaligen Startpunkt der Reise in Norwegen, entdeckten wir während der Fahrt durch die Schären sogar einige Robben.
In Risør machten wir einen kurzen Halt, um einzukaufen, etwas Strom zu laden und anschließend noch einmal zu tanken. Diesmal war in Risør deutlich weniger los, und einige Restaurants hatten bereits geschlossen. Seinen besonderen Charme hat die kleine Stadt jedoch nicht verloren. Für uns gehört Risør zu den schönsten Kleinstädten Südnorwegens.
Kurz hinter Risør machten wir schließlich an der Insel Vestre Finnøya fest. Dort gibt es einen kleinen Hafen eines Segelvereins sowie gut gepflegte Wanderwege, die vom Verein unterhalten werden. So konnten wir den Tag inmitten der schönen Schärenlandschaft ruhig ausklingen lassen.
Obwohl es vielleicht so scheint, die Robben sind tatsächlich echt und nicht von einer KI erschaffen. 😁
Festgemacht an der Insel Vestre Finnøya bei Risør
Weil es auf der Insel Finnøya so schön war, blieben wir direkt zwei Nächte. Am Sonntag, dem 16. August, ging es weiter nach Kragerø – eine charmante, historische Kleinstadt mit weißen Holzhäusern, engen Gassen und einer malerischen Schärenwelt aus 495 Inseln direkt vor der Haustür. Der bekannte Maler Edvard Munch (malte das Gemälde "der Schrei") ließ sich hier einst nieder, inspiriert von dem ganz besonderen Licht der Stadt. Heute erinnern zahlreiche Infotafeln im gesamten Ort an sein Wirken und zeigen den Einfluss, den die Stadt auf seine Kunst und sein künstlerisches Schaffen hatte.
Einfahrt Kragerø
Die Küstenfestung diente zur Verteidigung im Napoleonischen Krieg gegen die Engländer und vor Piraten
Die kleine Hütte neben unserem Schiff ist eine Sauna. So welche Saunen gibt es in einigen Häfen in Norwegen
Das Rathaus von Kragerø
Jede noch so kleine Stadt in Südnorwegen hat Gullideckel mit ihrem eigenen Stadtwappen.
Am nächsten Tag ging es mal wieder in eine Bucht, diesmal in die Bucht Brevikstrandfjorden. Die etwas größere Bucht hat eine kleine Insel in ihrer Mitte. Da für die Nacht drehende Winde vorhergesagt waren, gingen wir hier vor Anker, um möglichst sicher zu liegen. Am Abend waren wir noch eine Runde paddeln und ließen den Tag bei selbstgemachten Burgern ausklingen.
Robben haben wir auf dem Weg zur Bucht auch wieder gesehen
Nach der Bucht setzten wir unsere Reise in die Bucht Vervebukta fort. Während der Sommermonate ist diese Bucht oft überfüllt, doch da wir außerhalb der Saison unterwegs sind, konnten wir die gesamte Bucht ganz für uns allein genießen.
So sieht die Bucht im Sommer aus. Da ist es umso schöner, dass wir sie ganz für uns hatten - und das bei bestem T-Shirt-Wetter.
Diese Hafen-Handbücher helfen uns übrigens die schönsten uns sichersten Plätze zu finden.
Am Mittwoch hatten wir einen längeren Schlag vor uns, weshalb wir erst etwas später im Hafen von Tønsberg ankamen. Tønsberg gilt als die älteste Stadt Norwegens. Hier wurde auch einer der bedeutendsten Wikingerfunde entdeckt: das Oseberg-Schiff. Es wurde unter einem Grabhügel gefunden und stammt aus der Zeit um 820. Im Jahr 834 wurde es zusammen mit den Leichen zweier Frauen beigesetzt.
Heute ist das Original in Oslo im Winkingerschiffsmuseum ausgestellt, das meist besuchteste Museum Norwegens mit 500.000 Besuchern pro Jahr. Aktuell kann man es allerdings nicht besichtigen, da das Museum umgebaut wird.
Seit 2010 gibt es in Tønsberg eine kleine Wikinger-Werft, die das Oseberg-Schiff originalgetreu nachgebaut hat. Selbst die Fehler und Unregelmäßigkeiten bei der Schiffszimmermannsarbeit wurden eins zu eins übernommen. Das Schiff und weitere historische Nachbauten kann man heute im Hafen bestaunen.
Tønsberg
Oben ist der letzte Turm der einst größten Festung Skandinaviens zu sehen. Die Fundamente sind noch auf dem Berg sichtbar. 1503 wurde die Burg von den Schweden zerstört.
Alte Wal-Harpune
Wale werden immer noch in Norwegen gejagt und das Walfleisch kann man auf den Märkten kaufen.
Hier wird gerade ein neues Wikinger-Schiff gebaut
In Tønsberg legten wir auch einen Zwischenstopp ein, um mit dem Zug nach Oslo zu fahren. Die Zugfahrt dauerte nur 1,5 Stunden, während es mit dem Schiff zwei Tage bis nach Oslo gebraucht hätte. Was wir in Oslo erlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.
Erstelle deine eigene Website mit Webador