Oslo

Veröffentlicht am 29. August 2026 um 13:46

Auf dem Weg nach Oslo

Nach dem Frühstück ging es zum Bahnhof in Tønsberg. Mit dem Regionalexpress, der in etwa mit den deutschen IC-Zügen vergleichbar ist, fuhren wir in rund 1,5 Stunden nach Oslo. Von dort ging es mit dem Bus weiter zum Fram-Museum.

Das Fram Museum in Oslo erzählt die Geschichte der norwegischen Polarforschung und beherbergt das berühmte Expeditionsschiff Fram. Mit diesem Schiff wurde der Südpol entdeckt. Hier kann ich auch eine gute Doku auf Youtube empfehlen: https://youtu.be/HNcvaVmKTFg?is=acoSrcKo4fJt5dSB

Besucher können das historische Schiff betreten und erfahren, wie die Polarforscher unter extremen Bedingungen lebten und arbeiteten. Außerdem ist die Gjøa ausgestellt, das erste Schiff, das die Nordwestpassage vollständig durchquerte.

FRAM Museum 

Das berühmte Schiff Fram wurde mit einem besonders dicken und stabilen Rumpf gebaut, der dafür ausgelegt war, das gezielte Einschließen im Eis zu überstehen. Anstatt dem Druck des Eises nachzugeben und beschädigt zu werden, sollte das Schiff vom Eis nach oben gedrückt werden. So konnte es den Winter sicher überstehen und im Frühjahr, wenn das Eis wieder schmolz, seine Fahrt fortsetzen. Die Fram war außerdem das erste Segelschiff, das mit einem Dieselmotor ausgestattet wurde. Heute verfügen praktisch alle Segelschiffe über einen Dieselmotor. 

Einer der 50.000 Kekse, die an Bord waren.

Holzfass, damals mit ungesüßter Kondensmilch gefüllt 

Diese kleinen Kajüten wurden von vier Personen abwechselnd genutzt.

Maschinenraum der Fram

Wenn du dich fragst, wie das riesige Schiff in die Halle kam, hier ist die Antwort: Das Schiff wurde an Land gezogen, und die Halle wurde darum herum errichtet.

Schiff Gjøa

Der Dornier-Wal erinnert auch an Roald Amundsens abenteuerliche Nordpolexpedition von 1925. Mit zwei dieser Flugboote flog er Richtung Nordpol, musste jedoch rund 250 Kilometer vor dem Ziel auf dem Eis notlanden. Eines der Flugzeuge wurde dabei irreparabel beschädigt. Die Besatzung reparierte das zweite Flugboot und arbeitete wochenlang daran, eine Startbahn ins Eis zu schlagen. Schließlich gelang ihnen mit der N25 die spektakuläre Rückkehr nach Spitzbergen.

Im Museum gibt es ein 4-D Kino, der dies Zeigt Im Museum wird diese dramatische Geschichte in einem 4D-Kino eindrucksvoll zum Leben erweckt.

In Oslo gibt es über 100 City Bike Stationen, wo man per App sich ein Fahrrad leihen kann und es bei jeder dieser Stationen abgeben kann. Eine Station gab es auch vor dem Museum und somit ging es mit dem Fahrrad zum Norsk Folkemuseum, das zweitälteste Freilichtmuseum der Welt. Es wurde 1896 eröffnet und zeigt 150 historische Gebäude aus verschiedenen Regionen des Landes zeigen, wie die Menschen früher lebten und arbeiteten. Mit Ausnahme eines Hauses sind alle Gebäude original erhalten. Das bedeutet, dass die Häuser an anderen Orten abgebaut und im Museum wieder aufgebaut wurden.

Hier schauten wir uns erst etwas selber um und hatten dann eine Führung durch die bedeutendsten Gebäude.

Der Marktplatz im Museum und Startpunkt der Führung 

Im Delikatessen-Laden konnte man auch noch Bonbons kaufen 

In den fensterlosen Häusern lebten die Menschen noch im 16. und 17. Jahrhundert. Besonders spannend ist ein abgelegenes Dorf in den Bergen Südnorwegens, in dem diese traditionelle Lebensweise noch wesentlich länger erhalten blieb. Dort lebten die Menschen bis weit ins 20. Jahrhundert nach alten Traditionen und trugen sogar bis in die 1970er-Jahre ihre traditionelle Tracht im Alltag.

Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert 

Leider setzte gegen Ende unserer Tour starker Regen ein, sodass wir uns erst einmal eine Weile unterstellen mussten. Statt wie geplant mit dem Fahrrad weiterzufahren, nahmen wir schließlich die Bahn zurück in die Innenstadt. Dort kehrten wir in eine Street-Food-Markthalle ein und ließen uns Tacos und argentinische Empanadas schmecken.

Street Food Markthalle Oslo

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof, kamen wir noch an kleine Gassen mit Street Art vorbei

Basarhallene mit Osloer Dom im Hintergrund 

Zurück am Bahnhof in Oslo 

Wieder in Tønsberg angekommen