Hamburgsund bis Marstrand

Veröffentlicht am 5. September 2026 um 22:51

Hamburgsund

Der Hamburgsund ist eine Meerenge und zugleich der Name des Ortes, der an der Meerenge zwischen der Insel Hamburgö und dem schwedischen Festland liegt. Hier machten wir für zwei Nächte fest, da der Wind deutlich zunahm und Gewitter vorhergesagt waren.

Entlang des Wassers in Hamburgsund stehen zahlreiche alte Fischerhäuser. Sie wurden früher von den Fischern genutzt. Heute dienen die meisten von ihnen als private kleine Ferienhäuser, ähnlich wie eine Kleingartensiedlung nur ohne Garten. 

Entlang des Hamburgsunds

Den bekannten Stinkefisch konnte man hier im Supermarkt auch kaufen.

 

Als das Wetter wieder besser wurde, ging es weiter. Eigentlich hatten wir eine längere Fahrt geplant, allerdings war es draußen auf dem Meer noch so böig und die Dünung durch das Unwetter noch so hoch, dass wir abbrechen mussten und den nächstgelegenen Hafen angelaufen haben.

Somit sind wir in Hunnebostrand gelandet, einem der ältesten Fischerorte der Region. Früher wurde hier vor allem Hering gefischt. Später, ab dem 19. Jahrhundert, wurde der Ort bis heute vor allem durch den Hummerfang bekannt. Die Restaurants der Stadt bieten daher zahlreiche Hummergerichte an.

Hunnebostrand ist außerdem für seine Steinindustrie bekannt. Der Granit aus der Region wurde weltweit verschifft und für Gebäude, Plätze und Kunstwerke verwendet. Entlang des Kais gibt es heute eine Skulpturenausstellung, genau dort, wo früher der Stein abgebaut wurde.

Wegweiser auf der Schäre

Hafen von Hunnebostrand

Es gab auch einen Sprungturm, aber zum Springen war es ein bisschen zu kalt. Von oben hatte man jedoch einen tollen  Ausblick. 

 

Das Wetter hatte sich inzwischen etwas beruhigt und so ging es weiter hinein in einen Fjord. Nach den vielen Schären wollten wir zur Abwechslung mal wieder ein paar Bäume sehen. Unser nächstes Ziel war, die beiden großen Inseln Orust und Tjörn zu umsegeln.

Vorbei ging es an der kleinen Stadt Ellös, dem Ort, an dem unser Schiff gebaut wurde, und weiter in eine kleine Bucht zwischen den Inseln Björnholmen und Lövö. Der Weg dorthin war allerdings ziemlich nass. Kurz vor dem Anlegen erwischte uns noch einmal ein kräftiger Regenschauer. Da ich zu diesem Zeitpunkt am Steuer stand, war meine Kleidung danach entsprechend klatschnass.

In der Bucht machten wir schließlich an einer Boje fest. Dort lagen wir ruhig und sicher und konnten die Nacht entspannt verbringen.

Kurz vor Ellös

Hinter dem Steg verbrachten wir die Nacht an der Boje

Erstmal raus aus dem nassen Sachen und aufwärmen 

Am nächsten Tag ging es weiter, diesmal mit etwas besseren Wetter. An der Ausfahrt der Bucht begrüßte uns dann noch eine Robbe. 

Und noch mehr Robben 😍

Oben im Bild seht ihr unsere neue Bucht an der Insel Oxholmen. Ich war mal wieder mit dem SUP unterwegs und bin kurz vor dem nächsten Regenschauer noch einmal ins Wasser gesprungen, um mich abzukühlen. Der Rückweg war nämlich ganz schön anstrengend, da inzwischen ordentlich Gegenwind aufgekommen war und die Wellen immer höher wurden.

Weiter ging es nach Marstrand. Der Ort ist auch als Segel-Mekka bekannt, denn hier ist eigentlich immer Wind. Außerdem war Marstrand die Lieblingsinsel von König Oscar II. (1829–1907).

Schon damals war die Insel als Badeort sehr beliebt. Auch heute gibt es noch zahlreiche schöne Badestellen und tolle Wanderwege, die sich rund um die Insel ziehen.

Marstrand mit seiner Burg in Sicht 

Festung Carlsten auf Marstrand

Leider ist es mir nicht gelungen, das Schwert aus dem Stein zu ziehen.

Im Ort von der Insel Marstrand 

Societetshuset - damaliger Treffpunkt der Oberschicht in Marstrand. Heute werden hier unteranderem Hochzeiten gefeiert. 

Nålögat - so schmal, dass man hier nur Seitwärts durchkommt

Die Höhle auf Marstrand erinnert an die schwere Zeit des Großen Nordischen Krieges: 1719 suchten Menschen dort Schutz vor den dänisch-norwegischen Soldaten. Einer Überlieferung nach tröstete ein Priester die Verzweifelten, woraufhin der Stein den Namen „Kanzel“ erhielt.

Mehrere "Graffitis" aus den 19 und 20. Jahrhundert waren an den Wänden der Höhle

 

Weiter geht es nach Göteborg, unserer vorletzten Station in Schweden. Von dort aus führt unsere Reise weiter nach Dänemark. Mehr darüber und über unsere nächsten Abenteuer erfahrt ihr im kommenden Blogbeitrag.

Erstelle deine eigene Website mit Webador